Beiträge

 

Neben den Anforderungsdokumenten haben wir auch noch die verschiedenen Rollen bei der Erstellung von Spezifikationen.

Auf der einen Seite haben wir den Kunden, der in seinem Lastenheft ein Problem beschreibt, das er gelöst haben will. Zusätzlich haben wir die Interessensgruppen, die ebenfalls ein Problem beschreiben, das sie allgemeingültig gelöst haben wollen.

Auf der andere Seite haben wir das Projektteam mit jemandem, der sich mit dem ganzen Thema Requirements Engineering beschäftigt und versucht, überhaupt das Problem zu begreifen. Dann gibt es jemanden, der sich mit dem ganzen Systemdesign beschäftigt. Das ist jemand, der versucht, aus den Anforderungen eine Lösung zu definieren. Und dann haben wir einen Projektmanager, der halt in diesem ganzen Kontext noch versucht, das Team zum Erfolg zu führen.

Das zusammen ist genau die Schnittstelle, und wir sehen auch da: Auf der einen Seite liegen die Lastenhefte und auf der anderen Seite die Pflichtenhefte nach der klassischen Beschreibung.

Rollen im Anforderungsmanagement

Rollen im Anforderungsmanagement

Am Ende bilden die Rollen auch die Arbeitsergebnisse ab. Ein Requirements Engineer wird also die Anforderungsspezifikation (SRS) erschaffen. Ein Systemdesigner oder ein Systemarchitekt wird die Architekturspezifikation (SAS) schreiben, und der Projektmanager beschreibt in der Regel in seinem Projekthandbuch all die nichttechnischen Anforderungen an ein System.

Je komplexer Systeme werden oder je dynamischer ihre Funktion ist, desto wichtiger wird es, sich intensiv mit diesen Dokumenten und Spezifikationen zu beschäftigen. Ein System, das einen relativ einfachen Aufbau hat und auch keine großartige Dynamik besitzt, muss nicht in aller epischer Breite sämtliche oben beschriebenen Spezifikationen besitzen, wenn eigentlich klar ist, was wichtig ist. Das bedeutet aber, sie nicht komplett wegzulassen, sondern mit Sinn und Verstand nur das, was gebraucht wird, umzusetzen.

Je komplexer ein System wird oder gar je mehr Unterlieferanten dabei sind, also je mehr Menschen auch in diesem Projekt eingebunden sind, desto wichtiger werden Spezifikationen. Denn Spezifikationen sind am Ende nichts anderes als eine Dokumentation von Wissen.

Episoden

30.04.2013



On Air in dieser Episode

Zusammenfassung

Ich bespreche in dieser Episode, warum Rollen und das Bewusstsein um Rollen für Ingenieure und Führungskräfte so wichtig ist. Als Grundlage habe ich meine Vorlesung zum Systems Engineering an der HTW genommen, um damit für zukünftige Episoden einen Rahmen zu spannen, in denen ich verschiedene Rollen intensiver besprechen werde.

Der Inhalt dieser Episode:

  1. Warum Rollen?
  2. Das Rollenmodell aus verschiedenen Sichten
  3. Welche Rollen gibt es?
  4. Welche Rollen darf ich nicht kombinieren?

Themen:  Die unterschiedliche Sicht zwischen HR und Fachbereich, Führungrollen, Spezialistenrollen, Unterstützende Rollen, Konfigurationsmanagement

Die Homepage des systems.camp:

Für das systems.camp haben wir eine eigene Seite eingerichtet. Dort könnt Ihr Euch informieren und anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos!

Neuigkeiten zum Podcast:

  • Der Podcast nun auch beim relive radio
  • Das Podcaster-Treffen in Berlin

Stelle deine Fragen und teile dein Feedback

Vernetze dich mit mir

Abonniere den kostenlosen Podcast und erhalten zukünftig alle neuen Episoden direkt auf Dein Smartphone: